Faserspritzanlage

Für die Erzeugung innovativer Bauteile aus Faserverbundkunststoffen wird am Fraunhofer-Projektzentrum eine Faserspritzanlage eingesetzt, mit der hybride und biobasierte »Tailored Composites« hergestellt werden. Die Forscher passen hierbei gezielt Flächengewicht, Fasertyp, Faserschnittlänge sowie Faserorientierung an die Bauteilgeometrie an. Neben den herkömmlichen Hochleistungsfasern aus Carbon, Glas oder Aramid können mit der Faserspritzanlage auch cellulosebasierte Fasern, wie z.B. Viskose, Flachs oder Hanf geschnitten und aufgesprüht werden. Als Matrizes kommen duroplastische Harzsysteme oder Hybridgarne, die bereits mit einem Thermoplast kombiniert sind, zum Einsatz. Mittels Faserspritzen können die Eigenschaften bestehender faserverstärkter Werkstoffe sowie deren Herstellungsprozesse optimiert werden. Diese ressourcenschonende Technologie zeichnet sich durch Zeit- und Materialersparnis sowie eine deutliche Reduktion von Prozessstufen, wie z.B. Erzeugen eines Halbzeugs, Zuschnitt und Drapieren, aus. Somit eignet sich diese Herstellungstechnologie besonders gut für die Klein- und Großserienproduktion. Zudem lässt sich die Anlage durch den einfachen Aufbau sehr leicht in bestehende Fertigungslinien integrieren.

 

• Reproduzierbares, industrielles Schneiden von Natur-, Carbon-, Hybridfasern, spröden (Glas, Basalt) und zähelastischen Fasern (thermoplastischen     Kunststofffasern), etc

• Prozesssichere Faserlänge: 1-100 mm

• Stufenlos variable Schnittlänge »on the fly« im laufenden Prozess

• Ressourcenschonende und verschnittarme Produktion durch endkonturnahe Fertigung

• Herstellung großflächiger und komplexer Bauteile

•  Einzigartige Kombination bis dato industriell nicht schneidbarer Fasern bei variabler Schnittlänge und gleichzeitigem »Harzbeaufschlagen« (nasse     Fasern spritzen)