HyDru

Hybridisierung mittels Niederdruckguss (HyDru)

Im Projekt HyDru werden im Niederdruckgießverfahren Übergangsstrukturen zwischen Aluminium-Komponenten und verschiedenen anderen Werkstoffen wie Aluminiumknetlegierungen erzeugt. Ziel ist es dabei stoff- und formschlüssige Verbindungen herzustellen um angelegte Lasten kraftflussgerecht zwischen den Komponenten zu übertragen. Zur Entwicklung der Hybridbauteile wird eine neu entwickelte Niederdruckgießanlage am Standort Wolfsburg eingesetzt.

© Fraunhofer IFAM

CAD-Model der Niederdruck-Gussanlage

Im Automobilbau wird das Niederdruckgießverfahren mit seiner verfahrensspezifischen hohen Bauteilqualität genutzt, um hochwertige Bauteile im Bereich des Fahrwerks und Räder herzustellen. Ziel des Projektes HyDru ist die Entwicklung von Verbindungen zwischen Aluminium-Niederdruckgusskomponenten und konventionellen Erzeugnissen wie Blechstrukturen und Geweben für Faserverbundwerkstoffe. Daraus lassen sich kraftflussgerechte Übergangsstrukturen zwischen Gussbauteilen und dünnwandigen Strukturen aus dem Karosseriebau herstellen. So soll es möglich werden die Vorteile des Verfahrens für den Karosseriebau und weitere Anwendungen und Produkte im Automobil zu erschließen.

Zur Untersuchung des Gießprozesses wird eine neu entwickelte Niederdruckgießanlage in der Open Hybrid LabFactory in Betrieb genommen. Neben dem konventionellen Gießprozess sind mit einer Schießkraft von 60 t auch Umformvorgänge und der Einsatz von Nachverdichtungsprozessen möglich.

Schwerpunkte des Projekts HyDru sind:

-    Aufbau und Inbetriebnahme einer Niederdruckgieß-Anlage zur Abbildung industrienaher Prozesse

-    Untersuchung von gießtechnisch hergestellten Übergangsstrukturen zwischen Aluminiumgusskomponenten und konventionellen Erzeugnissen           (Blech, Draht, Gewebe)

-    Untersuchung von stoffschlüssigen Verbindungen zwischen Aluminiumguss- und Aluminiumknetlegierungs-Komponenten

-    Optimierung des Niederdruckgießprozesses mit Fokus auf die Herstellung von Hybridstrukturen, Entwicklung kombinierter (hybrider) Prozessrouten

-    Simulation des hybriden Gießprozesses und des Versagensverhaltens hybrider Gussstrukturen sowie Untersuchung des Versagensverhaltens mit          verschiedenen Prüfverfahren

Das Projekt wird vom Land Niedersachsen (Fördernummer VWZN2990) gefördert.